Schon 2010 war der Klimawandel für uns ein großes Thema. Gemeinsam mit damals 16 SpielerInnen entstand ein großes Gemeinschaftstück zum Pendelfestival 2012. Davon war die Filmemacherin Lilo Mangelsdorff so begeistert, dass sie gemeinsam mit uns ein Drehbuch für einen Spielfilm entwickelte. Zwar scheiterten die Anträge auf Filmförderung, aber in der Folge verdichteten wir den Stoff immer weiter.
Auch Figuren und Requisiten wurden von uns überdacht und neu gebaut.
2023 konnten wir das große Stück auf unserem Festival der Marionette aufführen.
Das Marionettentheaterstück «~°C+ Ein paar Grad plus – die Klimakonferenz» handelt in einer Art Fabel von der Klimaerwärmung, ist sozialkritisch, satirisch und politisch.
15 Laien-MarionettenspielerInnen haben diese Inszenierung unter der Leitung von Marlene Gmelin und Detlef Schmelz (PendelMarionetten) im Mai 2024 als Höhepunkt des «Festivals der Marionette®»* in zwei Vorstellungen aufgeführt.
Aus langjähriger Erfahrung als Marionettenspieler und -bildner wissen Marlene Gmelin und Detlef Schmelz, wie sehr die Marionette Menschen jeden Alters emotional erreichen und berühren kann. So lag es für sie nahe, mit diesem Medium ein Theaterstück über den Klimawandel zu entwickeln.
Ein langer, erfolgreicher Weg
Bereits in der Projektbescxhreibung zu «~°C+» wird festgehalten: «Der Klimawandel ist ein Thema, das man gern verdrängt. Nur zeitweise wird man nachdenklich und ahnt, dass es so nicht weitergeht, vor allem, wenn während einer Hitzeperiode oder bei Überschwemmungen die Auswirkungen am eigenen Leib spürbar sind. Aber was kann man allein schon bewirken? Sich das vorzustellen, dazu fehlt meist die Fantasie. Im Theaterstück ‹~°C+ ein paar Grad plus – die Klimakonferenz› werden Bilder einer Welt im Kleinen erzeugt, bei denen man zunächst staunt, lacht und einem dann das Lachen im Halse stecken bleibt.
Wir sind überzeugt, dass wir so die Betrachter auf der emotionalen, seelischen Ebene berühren und vielleicht nachdenklich in Bezug auf das eigene Handeln stimmen können.»
Die Idee zu diesem Marionettenspiel entstand
etwa 2010
Zwischenzeitlich aber ist aus «der Klimakonferenz» viel mehr geworden als ein bloßes Marionettentheaterstück:
• Das Theaterstück wurde mit großem Erfolg zweimal beim Festival der Marionette® im Mai 2023 uraufgeführt. Weitere Aufführungen wird es vermutlich nicht geben; zu aufwändig ist diese Inszenierung mit 15 MarionettenspielerInnen aus ganz Deutschland und der Schweiz.
Bilder leben weiter
Gedanken und Bilder aus «~°C+» leben im neu erschienen Bildband weiter. So kann der Bildband zu einzelnen Umweltthemen in Umweltveranstaltungen und Schulen als Diskussionsbasis eingesetzt werden und zu Debatten über Lösungsansätzen anregen.
* Das «Festival der Marionette®» findet alle zwei Jahre statt
und entstand 2008 aus der Seminartätigkeit. Aus diesen
Seminaren bildeten sich im In- und Ausland Spielinitiativen
und kleine Theater, die die Kunst des Marionettenspiels mit
viel Begeisterung und Erfolg pflegen. Das Festival gilt als
Krönung der Marionettenspiel-Seminare und bietet den
TeilnehmerInnen die Möglichkeit, das Erlernte auf großer
Bühne vor Publikum aufzuführen.
Ich glaube an die unsterbliche
Seele der Marionetten und Puppen...
es ist etwas Göttliches in ihnen,
wie klein sie auch immer sein mögen.
Sie leben nicht wie unsereiner –
und doch leben sie.
Anatole France
~°C+ Ein paar Grad plus – die Klimakonferenz
Marionettentheaterstück, 120 Minuten
Buch, Regie und Marionettenfiguren: Marlene Gmelin, Detlef Schmelz (PendelMarionetten)
Spiel: Mitglieder des Vereins KunstForm Marionette
Uraufführung: 23. März 2023, Hohebuch/Waldenburg
Bildband 25 € mit Faktencheck + 4,20 € Porto